Eine Vielzahl von blühenden Pflanzen besitzen Nektarien, das sind Drüsen, die ein zuckerhaltiges Sekret absondern. Durch dieses Sekret lockt die Pflanze Insekten an, diese bringen von besuchten Pflanzen Pollen mit und befruchten diese. Bienen und Blütenpflanzen hätten sich nicht im Laufe der Evolution aufeinander abstimmen können, wenn nicht die Pflanzen wie die Bienen davon profitieren würden.

Der gesammelte Nektar, wird von den Bienen u.a. mit Enzymen versetzt. Bei der Reifung des Nektars zu Honig entziehen die Bienen Wasser, dabei entsteht aus ca. 3 Liter Nektar 1 kg Honig.

Waldhonig stellt eine Besonderheit dar, dieser entsteht nicht wie von vielen Menschen gedacht aus den Blüten von Nadelbäumen wie z. B. Tanne oder Fichte, sondern aus Honigtau.

Das ist eine kohlenhydratartige, süße Masse, die Insekten wie Läuse, Blattflöhe und Zikaden ausscheiden. Honigbienen sammeln neben Nektar auch diesen Honigtau und machen daraus Waldhonig. Je nachdem, von welcher Wirtspflanze der Honigtau stammt, schmeckt auch der Honig anders; die Insekten entziehen dem Pflanzensaft einen Teil der Nährstoffe und verändern ihn jeweils unterschiedlich. Waldhonig kann aus Laub- und Nadelbäumen gewonnen werden.

Warum kein Bio-Honig?

Es gibt mehrere Gründe die mich bewogen haben. Wie erkläre ich dem Kunden das die Bienen vom Imkerkollegen aus der Nachbarschaft Bio-Honig eintragen und meine nicht? Da Bienen einen relativ großen Flugkreis haben, welchen wir Imker auch nicht kontrollieren können, sammeln die „Bio-Bienen“ den selben Nektar und Pollen als meine konventionellen Bienen. Da ich mich für die Behandlung mit der Verdampfung von Oxalsäuredihydrat entschieden habe, erfülle ich die Richtlinien der Bio-Imkerei. Auch beim verwendeten Wachs, bei welchem ich einen eigenen Wachskreislauf habe und die Mittelwände nur aus meinem Wachs stammen kann ich mich nicht als Bioimker zertifizieren lassen, auch wenn ich die Bedingungen für die eines Bioimkers erfüllen würde. Jedoch vertraue ich auf die Qualität meines Wachses, gerade in den Zeiten der Wachsmanipulation. Der wichtigste Grund warum ich mich gegen die Bioimkerei entschieden habe ist jedoch die Verwendung von Biozucker, die Einschränkungen in der Bienenhaltung und der jährlichen EU-Bio-Zertifizierung. Auch weil in Deutschland zu wenig Biozucker angebaut wird muss auf Zucker aus Übersee, meistens aus Südamerika, zurückgegriffen werden. Dieser Bio-Zucker wird nicht mit dem Segelboot nach Europa verschifft, sondern mit einer „CO2-Schleuder“, welches den Einsatz von Bio-Zucker aus ökologischer und nachhaltiger Sicht meines Erachtens nicht rechtfertigen kann. Eine andere Rolle spielt bei heimischen Biofutter auch der exorbitante Preis, der in keinem Verhältnis zum Preis des Honigs steht, wenn man ehrlich ist.

Gerne können Sie sich von der Qualität und dem Geschmack meines Augsburger Stadthonigs bei mir überzeugen.